No Secrets – Bilder einer Überwachung Überraschungen warten im Münchner Stadtmuseum und wer bisher an die heilige Privatsphäre glaubte, wird bitter enttäuscht.

Timm Ulrichs            Buch mit Türspion

Wir haben uns schon an die Überwachung gewöhnt, spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist das Ausmaß von Kontrolle offensichtlich. Aber der detaillierte Einblick in die heutigen Praktiken erschreckt, sind einstige Phantasien zu Big Data zur Realität geworden.

Philipp Kester – der Gaslaternenanzünder 1910

Dabei begann es schon mit der Einführung der Straßenbeleuchtung, die natürlich die Kontrolle der nächtlichen Gestalten möglich machte.

Porträtserie von Cocteau im Sinne von Erkennungsdienst
Fotos Hans Schreiner 1952

Schon früh haben sich Fotografie und Video mit dieser Problematik auseinandergesetzt.

der verlassene BDI in Pullach

in einer Kabinettausstellung  sind die Fotografien von Alessandra Schellnegger, die sich in dem verlassenen Areal des Bundesgeheimdienstes in Pullach umgesehen hat. www.muenchner-stadtmuseum.de 

Der Eingang zur ERES- Stiftung

Ein Geheimtipp ist die Eres-Stiftung in der Schwabinger Römerstraße, hier widmet man sich der wissenschaftlichen Annäherung vom Überwachung und der oftmals unsinnigen Anhäufung von Daten. Ein gutes Beispiel ist die Arbeit von Susan Morris, die den Wach – und Schlafrhythmus auf einen Jacquard – Webstuhl programmierte.

Susan Morris – Sun Dial, Wandteppich aus Strichcodes

Der Niederländer Matthias Oostrik zeigt seine Idee von Antiüberwachung. Wer sich nicht korrekt verhält, wird belohnt.

Matthias Oostrik – plplpl.pl_Scrutiny

Der Schutz der Privatsphäre wird zu einer Kostbarkeit. So kaufte Mark Zuckerberg sämtliche Grundstücke rund um sein Haus und verpflichtete die Handwerker zu absoluter Verschwiegenheit.

Tactical Technology Collective – Haus von Mark Zuckerberg

Beide Ausstellungen sind bis zum 16. Juli zu sehen. Die ERES- Stiftung ist nur am Di, Mi und Sa 11-17 Uhr geöffnet. www.eres-stiftung.de