Florenz im 15. Jahrhundert, das ist die Zeit der Medicis, der führenden Patrizierfamilie im “place to be” in jener Zeit der Renaissance. Hier war der Mittelpunkt des Handels, der Politik und des neuen Geistes, nirgendwo trafen sich mehr Intellekt und Kunstschaffen wie in der Stadt am Arno. Nun ist eine interessante Ausstellung in der Alten Pinakothek München zu sehen.

Florenz- Blick auf die Uffizien mit Palazzo Vecchio

Bekannt sind die Medicis für ihr Mäzenatentum, mit spektakulären Aufträgen lockten sie Maler, Bildhauer und Architekten nach Florenz. Nirgendwo gab es mehr Ateliers und im Konkurrenzkampf entstanden einzigartige Meisterwerke.

Sehr beliebt waren Porträts von Davide Chirlandaio.

120 Werke sind zu sehen und viel Beachtung sollte man den Zeichnungen schenken, denn das gute Zeichnen war eine Grundbedingung für den Werdegang eines Malers im damaligen Florenz.  Darunter eine Studie eines Pferdes von Leonardo da Vinci, die seine ganze Meisterschaft zeigte.

Leonardo da Vinci   Studie zu einemPferd, um 1480.  Im Besitz der Royal Collection, London.

Sehr stolz ist die Alte Pinakothek, dass die Uffizien ein Spitzenwerk nach München geschickt haben. Es ist ein Sandro Botticelli und dieses Bild zeigt Zeitgeist mit den Familienmitgliedern der Medicis, die in der prachtvollen Kleidung der reichen Florentiner dargestellt sind, ganz rechts im Bild steht der Künstler im gelben Mantel .

Sandro Botticelli – die Anbetung des Kindes durch die Heiligen Drei Könige, um 1475.

Aber auch das Münchner Museum kann mit dieser Periode auftrumpfen, denn Ludwig I. von Bayern ließ Anfang des 19. Jahrhunderts viele Gemälde ankaufen. Im zweiten Stock der Alten Pinakothek hängen aktuell Werke, die sonst nie das Licht der Öffentlichkeit sehen.

Leonardo da Vinci – Madonna mit der Nelke, um 1475.  Alte Pinakothek München.

Ein spannender Aspekt in dieser Ausstellung ist die Restaurierung von Gemälden, die an Wandtafeln ausführlich erklärt wird. Ein glänzender Beispiel einer solchen Arbeit ist ein Werk von Sandro Botticelli, das im letzten Jahr in “frischer Farbe” wieder aufgehängt wurde.

Sandro Botticelli Beweinung Christi, um 1490. Alte Pinakothek München

der Katalog aus dem Hirmer Verlag. www.hirmer.de 

Mit dieser Ausstellung erleben die Besucher auch die neu restaurierten Räume im traditionellen Blau vieler Museen für alte Kunst. Auch das Café bekam ein neues Gesicht und viele trauern der alten Einrichtung nach. Man wusste, man war in Café Klenze. Aber die Kuchen sind unverändert verführerisch. Die Ausstellung “Florenz und seine Maler” läuft bis zum 27. Januar 2019. www.pinakotheken.de

das neue Café Klenze

Verführung zum Süssem