Die Verfilmung der Theateraufführung am Hamburger Schauspielhaus 1960  hat Gustaf Gründgens als Mephisto und Will Quadflieg als Faust berühmt gemacht. Die Regie führte Peter Gorski, der Adoptivsohn von Gründgens. Faust von Johann Wolfgang von Goethe gilt als die größte dichterische Leistung der Deutschen und hat seine Aktualität bis heute nicht verloren.

1829 war die Uraufführung am Hoftheater Braunschweig und seitdem wurde diese Tragödie unzählige Male inszeniert. Es ist immer eines der  Höhepunkte in einem Schauspielerleben, eine der Hauptrollen zu spielen.

Inszenierung Faust I mit Werner Wölbern und Bibiana Beglau als Mephisto    Residenztheater München 2014

1808 veröffentlicht, bezieht sich das Drama auf die Geschichte eines Dr. Faustus, der im 15. Jahrhundert lebte.  Seitdem ist die wichtigste deutsche Tragödie eine Herausforderung in Text und Bühnenarchitektur. In der Ausstellung des Deutschen Theatermuseum werden 23 Bühnenmodelle von 1875 bis 2017 gezeigt.

Modell zu Faust I und II, Hamburg 1927

Die Vielzahl unterschiedlicher Szenen machte den Faust zu einer langwierigen Angelegenheit. Um 1896 wurde die Drehbühne erfunden und  von Max Reinhardt 1909 im Deutschen Theater Berlin vorgestellt.

Drehbühne zu Faust

 

Vier Modelle zu Faust I von Jürgen Rose. Inszenierung Dieter Dorn 1987

Auch die Satire hatte ihre Freude mit Faust, wie bei köstlichen Neo Magazine Royale zu sehen.

Neo Magazine Royale 2017 letzte Schulstunde: Faust.   Jan Böhmermann als Goethe

Lesenswert ist der Katalog FAUST-WELTEN – Goethes Drama auf der Bühne, wo sich Theaterwissenschaftler mit den zahllosen Interpretationen beschäftigen.

Katalog zu Faustwelten, erschienen im Henschel Verlag.

Die Ausstellung läuft bis zum 2. September 2018,  10 -16 Uhr außer Montag. Im März und Juni ist die verfilmte Theateraufführung mit Gründgens und Quadflieg zu sehen. www.deutschestheatermuseum.de