Ein grandioses Spektakel, das jedermann zu Faust hinziehen muss. Ein zweiter Besuch und eine Karte fürs Residenztheater sind unabdingbar. www.residenztheater.de 

Jacques Louis Gautier 1852 Mephisto       Gallery Michel Descours Lyon

Sechzig Jahre hat sich Goethe mit dem Faust beschäftigt, 1806 erschienen und nichts von seiner Aktualität verloren. Themen wie Verführbarkeit, Jugendwahn, Egoismus und ein unstillbarer Hunger nach mehr bestimmen auch unser Leben.

Lagerfeld – Serie zu Faust 1996

Um das Scheitern vergessen zu können, geht Faust den Pakt mit Mephisto ein, lässt sich verjüngen und in eine Welt des Rausches entführen. Als junger Edelmann umwirbt er die Bürgerstochter Margarete, die in den unzähligen Figurenporträts des 19. Jahrhunderts immer wieder als unschuldige und fromme Jungfrau dargestellt worden ist.

Hans Markat 1878 Gretchen in der Kirche      Städtische Galerie Karlsruhe

Zur Walpurgisnacht lässt sich Faust von Mephisto entführen, das orgiastische Treiben der Hexen regte bildende Künstler zur Darstellung weiblicher Nacktheit und abstrakter Formensprache wie bei Willi Baumeister (1889–1955) an.

Willi Baumeister – Walpurgisnacht

Der Abschluss ist ein für die Ausstellung produzierte Video-Installation zum Faust-Drama, die Texte stammen vom Münchner Schriftsteller Albert Ostermaier für  Werner Wölbern, Bibiana Beglau und Andrea Wenzl vom Münchner Residenztheater.

Der Zuschauer wird zum Schauspieler mit Bibiana Beglau als Mephisto

Die Ausstellung geht bis zum 29.Juli, tgl. 10-20 Uhr. www.kunsthalle-muc.de  

Mephisto –  der 1982 einen Oscar als bester fremdsprachiger Film gewann. Mit Klaus Maria Brandauer, Krystyna Janda und
Rolf Hoppe als Ministerpräsident.