Schon der Titel macht Lust, ein Mann in Shorts und T- Shirt, eine Eistüte als Nase. Es sind die hinreißenden Sketches des Parisers Jean Jullien, die diesem Buch einen ungewöhnlichen Schwung verleihen. “Eistoll und dessertverliebt” ist Lisa Valmorbida, die mit ihrem Bruder zwei Eissalons im australischen Melbourne führt.

Jean Jullien – Zitronen

Schon der Großvater hatte Italien verlassen und wollte dann den Australier etwas von der italienischen Lebenskultur vermitteln. Etliche Jahrzehnte später ließ sich die Enkelin Lisa von der uritalienischen Tradition des Eismachens anstecken.

Canoli – die süße Verführung aus Sizlien

Sie studierte an der Carpigiani Gelato Universität,  schaute dann dem Turiner Alfredo Marchetti über die Schulter und holte sich Ideen in der Sorbetteria Castiglione in Bologna.

Auch von der Sorbetteria Castiglione in Bologna hat Lisa Valmorbida viel gelernt.

Jean Julien – Avocado – Männchen mit Kartoffelbauch

Das Buch Pidapipó ist im Münchner Sieveking – Verlag erschienen. www.sieveking-verlag.de

Foto aus Pidapipó – Birnen für das Eis

Beim True & 12 an der Rosenheimer Straße in München läuft die Geschichte andersherum. Die Australierin  Davina Utz hat mit ihrem Mann Rony auf vier Kontinenten gelebt und verführen seit 2104 mit einem hinreißend guten Eis in ihrem winzigen Laden am Gasteig.

Es müssen jeden Tag 12 Sorten sein, präsentiert in handgemachten Zimtzuckerwaffeln. Allergrößten Wert werden auf die Zutaten, das beginnt mit frischer Milch von Kühen auf der Weide  from cow to cone, der Vanille aus Ecuador, Pistazien von den Hängen des Ätna und Haselnüsse  aus dem Langhe-Tal im nördlichen Piedmont. www.trueand12.com  Ice cream emergency call 089 89043323.

Bei der bayerischen Eismanufaktur  soll das beste Salzkaramell- Eis in München geben. Gelegen an der Straßenbahnhaltestelle “Paradiesstraße” mit direkten Anbindung an den Englischen Garten. Dort sind gerne alle Bänke besetzt und jeder leckt oder löffelt die kalte Köstlichkeit.

Übrigens in Deutschland steht das Schokoladeneis an erster Stelle, hat das SZ – Magazin ermittelt, dann kommt Vanille und Erdbeer. Also super klassisch, nix mit Heumilch oder Curry oder schwarzer Pfeffer.

Ganz in der Tradition der herkömmlichen Eissorten sieht sich auch Giorgio Ballabeni und sein Sohn Alberto der 2006 seinen ersten Eisladen an der Theresienstraße eröffnet hat. Gegenüber vom Eingang des Brandhorst kann man als Museumsbesucher die Länge der Schlange beobachten und vielleicht eine Lücke entdecken. Wunderbares Marketing, denn eine Probierportion gehört dazu.

Vom Impuls – Eis an der Tankstelle zum Meditativ – Eis, wo man zu seinem Lieblingseis fährt, ist die aktuelle Entwicklung.

Einen Besuch lohnt auch das Ballabeni an der Seidlstraße. Dort kann man lernen, das eigene Eis herzustellen. In Abendkursen mit Giorgio Ballabeni  (100 €). www.ballabeni.de