Der elegante Kunstraum an Münchens bester Straße hat immer eine Überraschung bereit. Gut 8000 Arbeiten gehören der Fondation Louis Vuitton in Paris und in den  “Espaces” in München, Tokio,Peking und Venedig werden bisher unveröffentlichte Werke gezeigt.

Christian Boltanski – Animitas Talabre 2014

Der Franzose Christian Boltanski, Teilnehmer an der Dokumenta 5, führt uns zu uralten Siedlungsorten. Im Erdgeschoß sieht man “Animitas” eine Installation in der Atacama, ganz in der Nähe des Ortes San Pedro de Atacama. An dünnen Stangen sind japanische Windglocken befestigt, an denen kleine Zetteln mit Gedichten (haiku) hängen, die ständig vom Wind bewegt werden. Animitas heißen die kleinen Altäre, die am Straßenrand zu Ehren der Toten errichtet werden.

Die Anordnung der Glocken entspricht der Konfiguration der Sterne, die in der Nacht von Boltanskis Geburt, am 6. September 1944, zu sehen waren.

Christian Boltanski – Installation mit einer Wiese von vertrockneten Blumen und Gräsern

Die Atacama gilt als die trockenste Wüste der Welt, hinzu kommt der hohe Salzgehalt der Erde, dass kaum Verwesung stattfindet. Noch immer kommen Menschen in diese Gegend, mit der Hoffnung ihre Angehörigen zu finden, die während der Pinochet-Regime umgebracht wurden.

Christian Boltanski – Animitas blanc

aus dem Jahr 2017 stammt die Arbeit “Animitas Blanc”, diesmal wurde die Winterlandschaft auf der Ile d’Orléans gewählt, einer Insel im Sankt- Lorenz- Stroms unweit von Québec.  Eingerahmt wird das Werk von zusammen geknülltem Papier, das den Schnee darstellen soll. Die Videos der Installationen laufen über 10 Stunden 30 Sekunden, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Diese Werke sollen nicht besucht werden, sie sind der Natur preis gegeben und werden irgendwann zerstört sein.

Christian Boltanski – Depart

Die beiden anderen Arbeiten zeigen Aufbruch und Ankunft, dazwischen liegt die verrinnende Zeit.  www.de.louisvuitton.com

Christian Boltanski – Arrivee