Für die Zeit der Ausstellung im Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern wurde seine Skulptur eines Kopfes “Head with Branches”  in der Parkanlage vor dem Gebäude an der Maximilianstraße aufgestellt.

Selbstporträts 1989

Zahllose Künstler liebten das Selbstporträt. Seien es Rembrandt, Dürer. Egon Schiele oder Arnulf Rainer, nirgendwo wird gelebtes Leben besser dargestellt als im Gesicht.

Selbstporträt mit Tellermütze 1974

Der Amerikaner Jim Dine, geboren 1935 in Cincinnati, beschäftigte sich unzählige Male mit seinem Porträt, daraus sind seit den 1970er Jahre über 230 Selbstdarstellungen entstanden, die nun zum Bestand der Wiener Albertina gehören. Dabei verwendete der Künstler unterschiedlichste Techniken wie Fotografie, Druckgrafik und natürlich Malerei. In München sind 60 Arbeiten zu sehen.

Silbergelatine – Abzug 2003

Für seine eigenen Porträts verwendet Jim Dine keine Fotos, sondern schaut in den Spiegel. Eine höchst einfache Methode, schon Dürer und seine Zeitgenossen konnten einen flachen Spiegel verwenden, die erstmals um 1500 in Venedig hergestellt wurden.

Jim Dine schaut in den Spiegel für seine Selbstporträts. Foto aus dem Katalog.

Der hochwertige Katalog zur Ausstellung stammt von der Albertina in Wien, ein zusätzliches Schmankerl sind die vielen Gedichte, denn Jim Dine war bis in die 1970er Jahre ein besessener Schreiber. In den Zeiten eines Andy Warhol, Robert Rauschenberg oder Roy Lichtenstein konnte er anfangs seinen Platz nicht finden. Erst der Aufenthalt im einsamen Vermont brachte ihn auf seinen Weg.

Katalog ist erschienen zur Ausstellung in der Wiener Albertina 2016.

Sehr informativ ist auch das Video über 20 Minuten, das im Kinosaal der Ausstellung läuft. Dort erzählt Jim Dine über sein Leben, seine Liebe zu London und Paris.

Jim Dine in seinem Pariser Atelier

Foto vor Ort – im Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern