Weit weg von den großen Theatern der Innenstadt liegt das Metropoltheater mitten in einer Wohnstraße von Freimann, im Münchner Norden.

Café im Metropoltheater mit dem Fifties – Glasvorbau

Schon die Fifties – Ästhetik lenkt alle Blicke auf sich, wie der chice Glasvorbau von dem Schwabinger Architekten Werner Lederer-Piloty.  Im früheren Alten Kino Freimann wurde 1998 der Spielbetrieb aufgenommen.

Speisekarte im Café.

Vor der Aufführung trifft man sich im Café oder im Garten, mit Vorspeisen wie Oliven, Käse oder gefüllten Weinblättern.

Hinweis für Zuspätkommer!

Gründer und Intendant Jochen Schölch legt Wert darauf, nur  in München noch nicht gezeigte Stücke vorzustellen. So sind Uraufführungen und München-Premieren keine Seltenheit.

Zwei alte Mimen Rüdiger Hacker und Gerhard Lohmeyer
Foto Jean-Marc Turmes

Man spielt genüsslich und respektlos mit den Wahrheiten des Schauspielberufs, sein Elend und die glanzvollen Momente. Rüdiger Hacker und Gerd Lohmeyer können  Faust oder Richard III.  mühelos deklamieren oder sich altbackene Theaterwitze unter die Nase reiben.  Grandios wird der irische Schriftsteller Beckett zitiert: „Die Sonne schien, da sie keine andere Wahl hatte, auf das Nichts des Neuen.“

Zwei alte Mimen – Rüdiger Hacker und Gerd Lohmeyer
Foto Jean – Marc Turmes

Im Theater gibt es acht Sitzplatzreihen bis zu 160 Zuschauer und natürlich keine Klimaanlage. Eine kleine Aufgabe in dem aktuellen heißen Sommer, aber nach einer Stunde gehen die Türen auf, alle strömen nach draußen und schöpfen frische Luft.

Fifties – Sammlung im Foyer

Einfach zauberhaft ist Kinder des Olymp.  Eines der größten Kinoerfolge in der Nachkriegszeit steht die große unerfüllte Liebe des Pantomimen Baptiste zur Schauspielerin Garance im Mittelpunkt. Hinreißend die pantomimische Kunst von Philipp Moschitz und die darstellerische Kraft der Puffmutter.

Kinder des Olymp mit Philipp Moschitz, Hubert Schedlbauer und Judith Toth
Foto Jürgen Weller

Verblüffend einfach, doch absolut klar verständlich sind die Bühnenbilder von Thomas Flach, eine wunderbare Kombination mit der straffen Inszenierung von Jochen Sölch.

Kinder des Olymp mit Ulrich Zentner, Philipp Moschitz, Judith Toth
Foto Jürgen Weller

Noch bis Mitte August wird im Metropoltheater gespielt, dann kommt die Sommerpause und am 4.Oktober beginnt die neue Spielzeit mit “Das Ende des Regens”. www.metropoltheater.com