Ohne “Kasimir und Karoline” oder “Geschichten aus dem Wiener Wald” oder “Liebe Glaube und Hoffnung” wäre die deutschsprachige Theaterbühne nicht vorstellbar.  Ödön von Horvath, in Rijeka geboren, gehört zu den meist gespielten Dramatikern und wurde schon zu Lebzeiten gefeiert.

Horvath mit seiner Familie vor der Villa in Murnau.

Das Deutsche Theatermuseum lässt den Besucher auf charmante aber eindringliche Weise in seine populären Stücke eintauchen. Gleich zu Beginn der Ausstellung muss man nach oben blicken, dort hängt, höchst plakativ,  der Ast, von dem Horvath in Genf während eines Gewitters erschlagen wurde.

Josef Hader lässt den Ast sprechen, der einst Horvath erschlug

Auch die Murnauer Saalschlacht im nächsten Raum, inszeniert von Bühnenbildner Peter Karlhuber, schafft einen atmosphärischen Raum für die “Italienische Nacht”, die 1931 in Berlin uraufgeführt wurde.

Italienische Nacht- Inszenierung im Theatermuseum

Im ersten Stock wird das Oktoberfest in “Kasimir und Karoline” nachempfunden, nicht nur zahlreiche Inszenierung auch der Film liebt dieses Sujet von Eifersucht, Verführung und Verlassen werden. Sehenswert ist, wie die selbe Szene in den verschiedenen Filmen interpretiert wurde.

Kasimir und Karoline – Inszenierung im Theatermuseum

Dann kommen die “Geschichten aus dem Wiener Wald” mit einer Fleischhauerei und Impressionen aus einer Puppenklinik zeigen das Milieu der “stillen Straße”.

Theatermuseum – Ödön von Horvath – Geschichten aus dem Wiener Wald

Die Ausstellung läuft bis zum 17. November 2019, Di- So 10-16 Uhr.  www.deutschestheatermuseum.de.  Der lesenswerte Katalog ist im Jung und Jung Verlag Salzburg erschienen und kostet 35 €. www.jungundjung.at