Die Metamorphose des Schmetterlings ist ihre wissenschaftliche Leistung.  Geboren in Frankfurt 1647  in die erfolgreiche Verlegerfamilie der Merians, war für Maria Sibylla der Umgang mit Kunst, Kunsthandel und der Publikation ein vertrautes Umfeld. Ihre Kindheit verbrachte im Haus von Jakob Marrel, einer der wenigen Schüler des berühmten Georg Flegel.

Georg Flegel – Drei Gartennelken

Ihre Darstellung von Blüten und Sträußen in Vasen sind hinreißend, allerdings galt ihr Interesse schon den Raupen. Begünstigt durch die Produktion von Seide, die von den Religionsflüchtlingen der Calvinisten nach Frankfurt gebracht wurde. auch die Familie Merian gehörte dazu.

Maria Sibylla Merian – Granatapfelbäumchen

Sehr rasch entwickelte sich die Malerin zu einer selbstbewussten Geschäftsfrau, die neben ihren Bildern auch die Zeichenutensilien und Farben verkaufte.

Paradiesgärtlein – oberrheinischer Meister (um 1410)

Gut 200 Jahre früher wurden im “Paradiesgärtlein” schon Pflanzen und Früchte ganz präzise dargestellt, damals völlig ungewöhnlich.

Barbara Regina Dietzsch  blühender Granatbaumzweig

Der Katalog zur Ausstellung, erschienen im Hirmer Verlag, beleuchtet auch die gesamte Szene der Blumenmalerei rund um Maria Sibylla Merian, ihre Vorgänger und ihre Nachfolger. www.hirmer.de 

Merian: Metamorphosis insectorum Surinamensium

Im Jahr 1699 reiste Maria Sibylla Merian nach Surinam, um dort die tropischen Insekten zu beobachten und zu zeichnen. Nach ihrer Rückkehr erschien “Metamorphosis Insectorum Surinamensium”, in dem sie erstmals die Verwandlung von der Raupe über die Puppe zum Schmetterling schilderte. Nur wenige Exemplare blieben erhalten. Nun ist das großartige Buch bis zum 1. Februar 2018 zu einen Subskriptionspreis von 149 € zu bekommen.

Merian: Metamorphosis insectorum Surinamensium